Aleviten in Deutschland protestieren gegen die fundamentalistischen Angriffe

Morgen wird es aufgrund der fundamentalistischen Angriffe auf eine alevitisch-kurdische Familie in Malatya zu Demonstrationen vor den Türkischen Konsulaten einiger Städte in Deutschland kommen. In Hamburg beginnt die Demonstration beispielweise um 9 Uhr.

Das Massaker in Sivas, bei dem 35 Menschen durch ein von einem radikalen Mob gelegtes Feuer umgekommen sind, ist 19 Jahre her. Unter den Opfern, die sich zum alevitischen Pir-Sultan-Abdal-Festival in Sivas getroffen hatten, waren fast ausschließlich Aleviten. Damals wurden die Aleviten vom Staat im Stich gelassen und fühlten sich machtlos.

19 Jahre sind nun vergangen. Dieses barbarische Verbrechen hat dazu geführt, dass sich die Aleviten in Deutschland und der Türkei zusammengetan und Vereine gegründet haben. Noch einmal sollte so ein Massaker nicht geschehen.

Am Wochenende kam es in der türkischen Provinz Dogansehir zu Übergriffen von 500 Menschen auf eine alevitisch-kurdische Familie, da diese im Fastenmonat Ramadan nicht gefastet hat. Wieder hat sich ein aufgeregter Mob vor dem Haus versammelt und unter anderem „wir werden euch wie in Sivas verbrennen“, skandiert. Der Dorfbürgermeister forderte die Familie im Einklang mit dem Mob auf, das Dorf zu verlassen. Die Polizei, die sonst mit Demonstranten alles andere als zimperlich umgeht, ist erschreckend passiv. Die Aleviten in Deutschland und Türkei sind in Aufruhr.

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